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 Waffen 
Beschreibung Waffen
Autor Plattfuss Datum 24/11/2007, 20:46 Typ Waffen
Schlüsselwörter
Kategorie Red Orchestra
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Waffen
Waffen
Parabellum 1908 "Luger"

Kaliber: 9x19mm Parabellum
eff. Reichweite: 50m
Feuerrate: Einzelschuss
Magazin: 8 Schuss Stangenmagazin
Der Vertrag von Versailles verpflichtete Deutschland dazu, keine P08 herzustellen, dennoch begann die Produktion 1923 erneut. Die P08 war in der Zwischenkriegszeit die bevorzugte Pistole des deutschen Militärs. Sie wurde ausgegeben an Offiziere, Kradmelder, Signalgeber uvm.
Trotz ihrer Beliebtheit war die P08 weit entfernt davon eine ideale Pistole zu sein, hatte sie doch ein schlechtes Visier und einen komplizierten Abzugsmechanismus. Der unterknickte Kniegelenkverschluss mußte sehr genau gefertigt werden (was schlecht zur Massenproduktion paßte), war sehr offen (anfällig für Verschmutzung) und verlangte nahezu perfekte Munition um richtig zu funktionieren. Diese Missstände wurden aber kompensiert durch die überragende Genauigkeit und trotz Allem hohe Zuverlässigkeit.
Die Luger wurde von einer Vielzahl an Personal getragen. Zwei Magazine gehörten zur Ausstattung, eins geladen und ein weiteres in einer Tasche am Holster.


Walther P38

Kaliber: 9mm Parabellum
eff. Reichweite: 50m
Feuerrate: Halbautomatik
Magazin: 8 Schuss
Die P38 war der Nachfolger der Luger, schaffte es aber nie diese zu ersetzen. Die P38 bot einige Verbesserungen, besonders zu erwähnen wäre hier der Spannabzug ähnlich dem des Revolvers.
Nachdem die P38 geladen wurde, konnte der gespannte Hahn sicher zurückgeführt werden. Ein unabsichtlicher Schuss konnte sich nicht lösen, da eine Sperre vorhanden war, die nur durch Ziehen des Abzugs gelöst werden konnte. Jedes Mitglied einer Panzerbesatzung war mit einer Pistole ausgerüstet, dazu kam eine MP40 pro Panzer. Munition wurde in derselben Weise wie bei der Luger mitgeführt.


Mauser 98K (Karabiner 98kurz)

Kaliber: 7,92x57mm
eff. Reichweite: 600m
Feuerrate: Einzelschuss
Magazin: 5 Schuss
Die 98k wurde ab 1935 produziert, und diente während des gesamten Krieges als Deutschlands Standardgewehr. Fabriken stellten riesige Mengen an 98K her, welche sich als zuverlässige und genaue Waffe bewährte. Aufgrund des Mangels an Rohstoffen, Zeit und Fertigkeiten verschlechterte sich das Aussehen des Gewehrs im Laufe des Krieges. Die teuren Holzteile wurden durch laminiertes Holz ersetzt und der Lack wurde rauher.
Die deutschen Soldaten schätzten die 98K wegen ihrer Genauigkeit. Die 98 Gewehrfamilie war einfach zu handhaben, was sicheres Schiessen ermöglichte, aber das ging auf Kosten der Geschwindigkeit - mit einer Lee-Enfield waren mehr Schuss pro Minute möglich. Die V-förmige Kimme der 98K markierte Reichweiten von 100 bis 2000 Metern.
Die Deutschen führten auch verschiedene Extras ein, unter Anderem auch Zielfernrohre oder klappbare Kolben für Luftlandetruppen. Ab 1941 konnte man auch Gewehrgranaten mit der 98K abfeuern. Das Gewehr wird auch heute noch als Sportwaffe hergestellt.
Trotz der Unmengen an halb- und vollautomatischen Waffen mit denen die Deutschen experimentierten und auch einsetzten, stellte die 98K den Großteil der Infanterie-Feuerkraft der Armee. Es wurde auch als Scharfschützengewehr mit einer Vielzahl an Zielfernrohren eingesetzt, und bewährte sich darin als sehr tödlich.
Der Schütze bekam 60 Schuss, jeweils zwei Magazine mit je fünf Schuss in jeder der sechs Taschen an seinem Gürtel.


MP 40

Kaliber: 9mm
eff. Reichweite: 100m
Feuerrate: 350 bis 500 Schuss/min
Magazin: 32 Schuss
Deutschland hatte begonnen Taktiken zu entwickeln, die mobile Infanterie mit viel automatischer Feuerkraft erforderten - und die Maschinenpistole war für Unausgebildete einfach zu erlernen. 1938 gab das Oberkommando der Wehrmacht Spezifikationen für eine Maschinenpistole passend zur mobilen Kriegsführung aus. Die Deutschen wählten "Ermas Nur-Automatik-Feuer" Design; mit der Einführung der MP38 im August 1938 spielte die erste Maschinenpistole eine wichtige Rolle in einer erstklassigen Armee.
Mit Blick auf die Zukunft vermied man bei der MP38 Holzteile, stattdessen verwendete man Plastik und einen klappbaren Metallkolben. Es behielt die Rückstoßmechanik und den ausziehbaren Verschluss bei. Unter dem Lauf sorgte eine Nase dafür, dass die Waffe nicht unabsichtlich nach innen zog wenn sie von gepanzerten Fahrzeugen aus benutzt wurde. Ein 32 Schuss Magazin sorgte für die Munitionszuführung.
Die bei der Produktion der MP38 angewandten traditionellen Herstellungsmethoden nahmen inakzeptabel viel Zeit in Anspruch. Die MP40 war im Wesentlichen der MP38 gleich, wurde aber mit schnelleren Methoden hergestellt und bekam Designänderungen die dafür sorgten, dass die Wahrscheinlichkeit das die MP40 bei Erschütterungen feuerte geringer war. Optisch war der einzige Unterschied, dass die MP40 vier horizontale Grate am Magazinschacht hatte, und einige Aussparungen wurden nicht mehr gefräst. Die MP40 wurde ab Mitte 1940 ausgegeben. Alle MP38 wurden schliesslich mit der Zeit zum MP40 Standard umgearbeitet.
Die MP38/40 boten dem Anwender genaues und stabiles Feuer, auch bei länger anhaltenden Feuerstößen. Die größte Schwachstelle der Waffe war der Übergang von Magazin zu Verschluss, bei Verschmutzung kam es oft zu Ladehemmung.
Die "Schmeisser" bleibt eine der meistbekannten deutschen Waffen das Krieges, obwohl sie in Wahrheit nichts mit diesem Waffenhersteller zu tun hat. Deutschland war die einzige Nation die bereits bei Kriegsbeginn einfache Maschinenpistolen für seine Truppen produzierte. Die ursprüngliche Waffe, die MP38, litt unter einem empfindlichen Sicherheitssystem, was alles andere als sicher war. Das wurde korrigiert und die Herstellung vereinfacht mit der MP40.


Gewehr 43

Kaliber: 7,92x57mm
eff. Reichweite: 600m (1200m mit Zielfernrohr)
Feuerrate: 30 bis 40 Schuss/min
Magazin: 10 Schuss Kastenmagazin
Die Deutsche Armee war verzweifelt bemüht ihren Truppen an der Ostfront eine zuverlässige halbautomatische Waffe zu stellen. Der erste Versuch, das Gewehr 41, war wenig erfolgreich und wurde nur in geringen Stückzahlen ausgegeben. Es stellte sich als schwer handzuhaben und zu produzieren heraus, und war mit 5kg relativ schwer.
Als die Deutschen einige der russischen SVT 40 erbeuteten, fanden sie heraus das der Mechanismus darin viel einfacher war, und kopierten ihn für eigene Zwecke. Es ist eine Ironie das die Rote Armee einige ihrer besten Waffen des Krieges den Deutschen preisgeben mußen.
Das Gewehr 43 erwies sich als das bessere Design im Vergleich zur Tokarev. Es wurde mit Standardfassungen für Scharfschützen-Zielfernrohre gebaut. Es schaffte es nie den Mauser-Karabiner zu ersetzen, aber war ein tödlicher Kamerad.


Sturmgewehr 44 (MP43/Stgw 44)

Kaliber: 7,92mm (kurz)
eff. Reichweite: 500m
Feuerrate: 500 Schuss/min
Magazin: 30 Schuss
Das MP43 war der Versuch die Form früherer Designs zu ändern, indem man andere Patronen verwendete. Das übliche 7,92mm Kaliber der anderen deutschen Waffen wurde beibehalten, aber die Patrone selbst war kürzer als der Vorgänger mit einer deutlich reduzierten Treibladung. Das bedeutete wiederum eine Verringerung der effektiven Reichweite auf etwa 500 Meter. Weiterhin wurde der Rückstosseffekt vermindert, wodurch vollautomatisches Feuer als auch Einzelschüsse möglich waren. Das gab dem Anwender einen Vorteil gegenüber allen anderen Schützen die ihm in einem typischen Feuergefecht gegenüber stehen können.
Wegen seiner Automatik-Fähigkeit und des politischen Irrsinns in Nazi-Deutschland wurde die Waffe urspünglich als Maschinenpistole beschrieben. Niemand wollte die Kriegsmaschinerie mit neuem Werkzeug ausstatten, um die neue Munition zu produzieren. Ab 1944 wurde es allgemein als "Sturmgewehr" anerkannt - ein Begriff der bis heute besteht. Es wurden große Pläne geschmiedet, die Wehrmacht sollte mit dem neuen Design ausgerüstet werden, aber tatsächlich konnte das nur geringfügig umgesetzt werden. Nach dem Krieg wurde die Waffe intensiv untersucht und bildete die Basis für die russische AK47 und deren Varianten.
Munition wurde mitgeführt wie bei der MP40. Zwei Taschen, jede beinhaltete drei Magazine, dazu eins geladen im Gewehr, in der Gesamtsumme 210 Schuss.


Maschinengewehr 34 (MG34)

Kaliber: 7,92x57mm
eff. Reichweite: 1200m (lMG), 3500m (sMG)
Feuerrate: 800 bis 900 Schuss/min
Magazin: 50 Schuss Trommelmagazin, 300 Schuss Gurt
Die Deutsche Armee beendete den Ersten Weltkrieg mit der festen Überzeugung, dass das Maschinengewehr der entscheidende Faktor im Infanteriekampf ist. In der folgenden Friedenszeit entwickelten sie die Idee, dass ein Universaldesign besser wäre als zwei verschiedene Waffen in der leichten und schweren Rolle. Dieses Konzept wurde umgesetzt mit dem MG34 und später mit dem MG42.
Es benutzte eine Kombination aus Rückstoß und Gas beim Gebrauch. Es gab die Möglichkeit den Lauf zu wechseln, es konnte auf einem Dreibein als Schweres MG oder auf einem Zweibein als leichtes MG montiert werden. Die Deutschen gingen in ihrer Theorie davon aus, dass der Schütze nur wenige Sekunden Zeit hätte zu feuern bevor der Feind in Deckung gehen würde. Je mehr Kugeln in dieser Zeit abgefeuert werden könnten, desto mehr Verluste würde er verursachen. Das stellte sich als schrecklich effektive Taktik heraus.
Das ursprüngliche MG34 bestätigte die Zuverlässigkeit des Designs, aber es war anfällig gegen Hemmungen hervorgerufen durch Sand und Staub, und war allgemein aufwändig instandzuhalten. Überdies war es als Vorkriegsdesign kompliziert herzustellen. Das MG42 sollte diese Fehler beseitigen, und das tat es auch. Allerdings sollte es nie seinen Vorgänger ersetzen, und so blieben beide Typen im Einsatz.
In der leichten Variante trug der Schütze einen Patronengürtel mit 50 Schuss, der sich in der seitlich montierten Trommel befand. Der Hilfsschütze trug vier Gürtel, dazu 300 weitere Schuss. Der Munitionsträger trug zwei weitere Munitionskästen, in der Gesamtsumme also 1150 Schuss pro Maschinengewehr. Später wurde der Munitionsträger herausgenommen, seine Munition wurde dann von den anderen Beiden mitgetragen.


Maschinengewehr 42 (MG42)

Kaliber: 7,92x57mm
eff. Reichweite: 800m (Zweibein), 3000 bis 3500m (Lafette)
Feuerrate: 1200 bis 1500 Schuss/min
Magazin: 250 Schuss Gurt
Das MG34 war kompliziert und zeitraubend herzustellen, das Design der neuen Version war darauf ausgelegt einfacher und günstiger zu sein. Produktionsfachkenntnisse wurden hinzugezogen um sicherzustellen das die Herstellung einfacher wird, und das Endergebnis war das MG42. Das beruhte auf modernen Stanz- und Formungsverfahren anstatt den älteren manuellen Verfahren beim MG34.
Gleichzeitig wurde die Funktionsweise verbessert und vereinfacht. Dies war so effizient, dass die Feuerrate auf erschreckende 1200 Schuss pro Minute gesteigert werden konnte. Das führte dazu, daß ein sehr schneller und einfacher Laufwechselmechanismus entwickelt werden mußte, denn anhaltendes Feuer konnte einen Lauf schnell ruinieren. Um das ins rechte Licht zu rücken, ein Laufwechsel wurde alle 250 Schuss empfohlen - das entspricht 12 Sekunden Dauerfeuer!
Das MG42 wurde genauso benutzt wie das MG34, allerdings waren die Trommelmagazine deutlich weniger beliebt, da sie ganz einfach nur 2,5 Sekunden Feuer ermöglichten. Normalerweise wurde ein 250 Schuss Gürtel verwendet.


Panzerfaust

Kaliber: 33 bzw. 44mm
eff. Reichweite: 30 bis 150m
Feuerrate: Einzelschuss
Von Beginn des Krieges im Osten an verlangten die deutschen Soldaten eine bessere Möglichkeit die Vielzahl an russischen Panzern zu bekämpfen als mit tragbaren Minen. Nach einigen einführenden Tests wurde die Panzerfaust ab Oktober 1943 in Massenproduktion hergestellt. Die ursprüngliche Version hatte nur eine Reichweite von 30 Metern - aber selbst das war besser als einen Panzer "per Hand" in Angriff zu nehmen.
Die Panzerfaust wurde abgefeuert, indem eine Schiesspulverladung ähnlich wie eine große Feuerwerksrakete gezündet wurde. Die Reichweite wurde ständig vergrößert im Laufe des Krieges, um die Chancen der Infanterie zu vergrößern. Das Zielen war einfach, erforderte aber Erfahrung, da das Geschoss einer sehr gekrümmten Flugbahn folgte. Nichtsdestotrotz war das Hohlladungsgeschoss extrem effizient und durchschlug Panzerungen von 200mm Dicke wenn es richtig auftraf.


Stielhandgranate 39

Die deutschen Granaten die während des Zweiten Weltkrieges verwendet wurden verliessen sich mehr auf die Explosion als auf Zersplitterung. Die beiden Basistypen waren die Stielhandgranate - oft als Kartoffelstampfer bezeichnet und gewissermaßen unverändert seit dem Ersten Weltkrieg - und die kleinere, runde Eihandgranate.
Die Stielhandgranate 24 (StiGr 24) bestand aus einen hohlen hölzernen Griff und einem dünnen Blechkopf, der die hochexplosive Ladung beinhaltete. Diese Granaten besaßen einen Reibungszünder, eine Technik weit verbreitet bei deutschen Granaten, aber kaum benutzt von anderen Nationen. Eine Schnur war vom Kopf durch den hohlen Griff bis zum Boden der Granate gezogen, befestigt mit einer Porzellankugel unter einem Metalldeckel. Um die Granate zu benutzen, mußte der Soldat den Deckel abschrauben, an der Kugel ziehen, und die Granate werfen. Wenn an der Schnur gezogen wurde, wurde ein rauher Stahlbolzen durch eine empfindliche Chemikalie gezogen, die sich dann enzündete und die Sprengkapsel zündete.
Da Explosions- oder Erschütterungseffekte über große Reichweiten nicht so tödlich sind wie Schrapnell, entwickelte Deutschland größere Granaten. Die StiGr 39 war eigentlich eine schwerere StiGr 24 mit mehr Sprengstoff. Nach 1942 konnte man die Wirkung der StiGr 24 gegen sogenannte weiche Ziele verstärken, indem man Splitterringe auf die Granate setzte, aber diese kamen selten zum Einsatz.
Während die Splittergranaten der Alliierten über ein größeres gebiet tödlicher waren, konnte die deutsche Stielhandgranate weiter geworfen werden, wegen der Hebelwirkung des Griffs.
Bei einer späteren Variante, der StiGr 43, war der Zünder auf den Kopf der Granate verlegt worden. Das vereinfachte nicht nur die Produktion, sondern ermöglichte es auch die Granate ohne den Stiel zu werfen oder als Mine oder Sprengfalle zu verwenden. Um Hindernisse zu sprengen oder für Panzerabwehr konnte man sechs StiGr 43 Granatköpfe um eine siebte gruppieren, dies war bekannt als "Geballte Ladung".


Sprengtasche

Die Sprengtasche ist eine einfache 3kg Sprengladung, die von Pionieren in einer Tasche getragen wurde - daher der Name. Es ist effektiv gegen harte Hindernisse und wurde normalerweise dazu genutzt um durchzubrechen. Allerdings machte der Explosionseffekt es auch nützlich gegen Panzerungen, sofern sich jemand fand der tapfer genug war, hinter einen feindlichen Panzer zu rennen und die Tasche auf den hinteren Teil des Panzers oder auf die Ketten zu schleudern.


Tokarev M TT33

Kaliber: 7,62mm Typ P (M30)
eff. Reichweite: 50m
Feuerrate: 32 Schuss/min
Magazin: 8 Schuss Kastenmagazin
Die TT33 wurde entworfen von Tokarev und hergestellt in der Tula Staatswaffenfabrik ab 1933 - daher die Namensgebung. Sie basiert offensichtlich auf einem Standard Browning Entwurf, so wie der Colt M1911. Eine Anzahl an Verbesserung am Lademechanismus und Magazin machten sie außerordentlich zuverlässig. Allerdings wurde auch die Sicherungsraste entfernt. Ab 1934 wurde das Design leicht vereinfacht, um die Produktionszeit zu verringern.
Es scheint die Standardwaffe von Infanterieoffizieren gewesen zu sein, obwohl es Zweifel gibt wie weitverbreitet der Gebrauch der Waffe wirklich war. Im Allgemeinen gaben die Sowjets keine Pistolen an andere Ränge mehr aus nachdem sie genug Maschinenpistolen hatten.


Mosin-Nagant 1930G

Kaliber: 7,62x54mm
eff. Reichweite: 800m
Feuerrate: Einzelschuss
Magazin: 5 Schuss
Die Mosin-Nagant war ein weiteres Beispiel für eine Waffe aus dem Ersten Weltkrieg, die nur leicht verändert eine Armee im Zweiten Weltkrieg ausstattete. Die Rote Armee hatte geplant, sich mit der SVT Serie an halbautomatischen Gewehren zu bewaffnen, aber dieses Programm wurde nie ernsthaft umgesetzt. Im Gegenteil, die M1891/30 war die Waffe, die die Sowjets nach Berlin brachte. Die Genauigkeit kam am besten als Scharfschützengewehr zur Geltung, was der Wehrmacht schwer zu schaffen machte.


Mosin-Nagant 1938G

Kaliber: 7,62x54mm
eff. Reichweite: 800m
Feuerrate: Einzelschuss
Magazin: 5 Schuss
Die Sowjets stellten 1938 auch eine gekürzte Version, die 1938G, her, gedacht für berittene Truppen. Die Länge wurde auf 101cm, das Gewicht auf 3,5kg, und die Mündungsgeschwindigkeit auf 770m/s reduziert. Eine weitere Folge der Kürzung war die Entfernung der Bajonetthalterung.


Tokarev SVT-40

Kaliber: 7,62x54mm
eff. Reichweite: 900m
Feuerrate: Halbautomatik
Magazin: 10 Schuss
Die Rote Armee führte in den Jahren vor dem Nazi-Einmarsch zahlreiche Typen von halbautomatischen Gewehren ein. Sowohl die AVS und die SVT 38 wurden in geringen Stückzahlen genutzt, bevor ihre mechanischen Mängel sie als Schrott enden ließen. Der grundlegende Entwurf der SVT 38 wurde jedoch verbessert und erschien als SVT 40 erneut.
Wie so viele andere Waffen dieser Art, litt die SVT 40 darunter, dass sie dieselbe Munition verschoss wie sie auch in Maschinengewehren verwendet wurde. In der Roten Armee kam noch hinzu, dass Soldaten oftmals nur schlecht ausgebildet in den Kampf geschickt wurden, besonders fehlte das Wissen zur Waffeninstandhaltung. Die SVT war kompliziert, schlecht geeignet für zwangsverpflichtete Rekruten. Die ambitionierten Pläne, die Mosin-Nagant zu ersetzen, führten ins nichts. Stattdessen wurde sie eine unterstützende Waffe, genutzt um die Feuerkraft in einem Infanterietrupp durch einen erfahrenen Soldaten zu verstärken.
Mehrere Varianten der Waffe gab es, besonders erwähnenswert eine für Scharfschützen, die haben mehr Aufmerksamkeit und Pflege für den komplexen Mechanismus gehabt. Einige wenige vollautomatische Waffen wurden hergestellt, aber es stellte sich heraus, dass diese zu mühselig handzuhaben waren, um weiterentwickelt zu werden. Die Waffe war einfach zu kompliziert für die Rote Armee, die sich keinerlei Luxus erlauben konnte.


PPSh-1941G

Kaliber: 7,62x25mm
eff. Reichweite: 200m
Feuerrate: 900 Schuss/min
Magazin: 71 Schuss Trommelmagazin, 35 Schuss Stangenmagazin
Die Menge an ausgegebenen "Pah-Pah-Shah" war unübertroffen von anderen, ähnlichen Waffen, und so wurde es das Symbol des sowjetischen Infanteristen. Die PPSh war eine Abwandlung der früheren PPD 1940G mit dem Ziel der einfacheren Produktion. Abgesehen davon mußte nicht viel verändert werden, da die PPD an sich schon eine hocheffiziente Waffe war. Der Laufmantel ging über die Mündung hinaus, fungierte somit als Mündungsbremse und Ausgleich, indem ein Teil des Gases nach oben geleitet wurde. Der Tendenz, im Dauerfeuer nach oben zu ziehen, wurde damit ebenfalls entgegengewirkt. Das bedeutete, dass die PPSh im Dauerfeuer weniger stark vom Ziel abwich, so wie es bei anderen Maschinenpistolen der Fall war. Alles in allem war es eine großartige Waffe.
Die Waffe wurde erst ab 1942 in größerer Stückzahl ausgeliefert, in einer Zeit, als die Armee ums pure überleben kämpfte. Die tödliche Wirkung der PPSh wurde sehr geschätzt von den Soldaten. Anders als die Sten oder M3 war die PPSh qualitativ hochwertiger, aber noch wichtiger war, dass sie absolut zuverlässig auch im harten russischen Winter war. Sie war so beliebt, dass die Deutschen viele erbeutete Exemplare für den eigenen Gebrauch nutzten, teilweise sogar umbauten um die 9mm Patronenverwenden zu können.


PPS-43

Kaliber: 7,62x25mm
eff. Reichweite: 200m
Feuerrate: 700 Schuss/min
Magazin: 35 Schuss
Die PPS-42 und ihr Nachfolger, die PPS-43, wurde entworfen und ausgegeben während der Belagerung von Leningrad 1942. Sie war ähnlich der Sten und M3 im Aussehen, wog ungeladen 3,4kg, geladen 3,9kg und war 82cm lang. Man konnte dasselbe 35 Schuss Stangenmagazin wie bei der PPSh verwenden, aber nicht das Trommelmagazin. Die Feuerrate wurde unter 700 Schuss pro Minute reduziert, die Mündungsgeschwindigkeit blieb gleich. Es konnte die PPSh nicht verdrängen, aber diente gleichzeitig damit von 1943 an.
Es wurde entworfen für einfachen Gebrauch und Produktion, gebaut in den Fabriken von Leningrad während der Belagerung. Es wurde komplett aus Stahl gestanzt, außer dem Lauf und dem Schloss, und wurde dann punktgeschweißt. Die einzigen Teile die nicht aus Metall waren, waren der hölzerne Griff und ein kleines Stück Leder, welches als Puffer für das Schloss diente. Lackiert war es nicht, und es wurde so preiswert wie möglich hergestellt. Für das alles war es eine zuverlässige Waffe. Die Geschichte der Produktion nach der Belagerung ist unbekannt.


Degtyarev DP/DT 1928

Kaliber: 7,62x54mm
eff. Reichweite: 800m
Feuerrate: 500 bis 600 Schuss/min
Magazin: 47 Schuss Trommelmagazin
Das Standard Infanteriemodell DP, mit seinem charakteristischem flachen Trommelmagazin, wurde entworfen von Vasily A. Degtyarev. Modelle, die eigentlich angepaßt wurden um in Panzern montiert zu werden, wurden manchmal an Infanterietrupps ausgegeben um Knappheit an Soldaten auszugleichen.
Die DP war das Standard leichte Maschinengewehr über den gesamten Großen Vaterländischen Krieg. Es wurde erstmals in größerem Maßstab benutzt von den kommunistischen Truppen im Spanischen Bürgerkrieg, und wurde dann nach den Erfahrungen dort entsprechend angepaßt.
Die DT war die Panzervariante, mit einem verstärkten Lauf und einem 60 Schuss Magazin.
Es wareine gasdruckbetriebene Waffe die sich unter den harten Bedingungen als erstaunlich zuverlässig erwies. Es besaß ein optisch einmaliges Trommelmagazin in welches eigentlich 49 Patronen paßten, aber in der Praxis nur 47 Patronen enthielt, um Ladehemmungen zu vermeiden. Es hatte die Möglichkeit die Trommel zu wechseln, aber in typischer Roter Armee-Manier wurde nie ein Ersatz mitgetragen. Angesichts der Tatsache, dass es nur sechs bewegliche Teile hatte, war es eine außerordentlich robuste Waffe.


PTRD Panzerabwehr Gewehr

Kaliber: 14,5x114mm
eff. Reichweite: 300m (gegen 25mm Panzerung)
Feuerrate: Einzelschuss
Magazin: keins
Die ProtevoTankovskoe Rushy’ Degtyarev (PTRD) wurde 1932 entworfen, um die Rote Armee mit einer einfachen und effektiven Infanteriewaffe zur Panzerabwehr auszustatten. Die 14,5mm Patrone war eine der schwersten die jemals entwickelt worden sind. Ursprünglich war es ein stromlinienförmiges Stahlkernprojektil, wurde aber 1941 ersetzt mit einem einfacherem Wolframkerngeschoss welches auf kurze Reichweite effizienter war. Obwohl es sehr einfach aussieht, verbirgt das Gewehr einige interessante Verfeinerungen auf Basis des "langer Rückstoß"-Prinzips. Dabei wird der Rückstoß des Laufs genutzt um den Verschluss zu entriegeln und die leere Patronenhülse auszuwerfen. Eine neue Patrone muss per Hand eingelegt und das Schloss geschlossen werden um das Gewehr bereit für den nächsten Schuss zu machen.
Die Durchschlagskraft war nie besonders groß, aber es reichte aus um die dünneren Seitenwände oder Rückseite von vielen Panzern zu durchschlagen, außerdem war die Waffe genau genug um bestimmte Schwachstellen zu finden, wenn sie von einem geübten Infanteristen benutzt wurde.


Splittergranate F-1

Dies war eine konventionelle "Defensivgranate", mit dem typischen gezackten Korpus. Sie war sehr ähnlich dem britischen Mills-Muster, mit dem Hauptunterschied das die Richtung in welcher der Ring gezogen werden mußte auf der Längsachse lag - mit anderen Worten, der Ring wurde nach oben statt seitlich vom Sprengkörper gezogen. Das barg eine potentielle Gefahr unter nassen Bedingungen, da die Granate schnell aus der Hand rutschen konnte.
Wie alle Granaten dieser Art war sie sehr einfach aufgebaut, bestehend aus Zündvorrichtung, Verzögerungszünder und einer kleinen Menge TNT verpackt in einem Metallgehäuse, dass darauf ausgelegt war bei Detonation zu zersplittern, und dabei Schrapnellsplitter bis zu 30 Meter weit zu schleudern.


Sprengtasche

Die Sprengtasche ist eine einfache 3kg Sprengladung, die von Pionieren in einer Tasche getragen wurde - daher der Name. Es ist effektiv gegen harte Hindernisse und wurde normalerweise dazu genutzt um durchzubrechen. Allerdings machte der Explosionseffekt es auch nützlich gegen Panzerungen, sofern sich jemand fand der tapfer genug war, hinter einen feindlichen Panzer zu rennen und die Tasche auf den hinteren Teil des Panzers oder auf die Ketten zu schleudern.
  
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